Werte, Fehler und andere externe Zuschreibungen
Wie oft wurdest Du für das was und wer Du bist verurteilt, vielleicht sogar verleumdet?
Ich definitiv.
Es ist nahezu unglaublich, wie viele Menschen blindlinks Gerüchten folgen und sich fürs „Stille Post“-Spiel einzelner einbinden lassen, die die Schmerzpunkte ihres eigenen Lebens auf andere projizieren. Wie schnell wildfremde Menschen auf diese Züge aufspringen, einen kritisieren und verurteilen können und sich über jedes anständige Maß hinaus, ins eigene Leben einmischen. Für schwache Gemüter höchstgefährlich.
Leider scheint es jedoch auch in ganz „normalen“ Social Media Kanälen ein Phänomen dieser Zeit. Sobald jemand von der eigenen Meinung abweicht, wird mit Verurteilung und bösen Kommentaren reagiert. Selbst für alltägliche Beiträge aus dem eigenen Leben wie dem Teilen eines Igels im Garten, regnet es Maßregelungen, Kritiken und übergriffige Statements.
In solchen Momenten kann das eigene Glücksempfinden schnell in die Knie gezwungen werden. Der Ausschluss aus Gruppen und ein „an den Rand stellen von der Gesellschaft“, bedeutete in unserem evolutionären Ursprung, den Ausschluss aus der sicheren Gruppengemeinschaft und damit meistens den Tod. Heute führen solche Erfahrungen häufig in langwierige Depressionsschleifen. Manch einer traut sich überhaupt nicht mehr, sich innerhalb seiner Onlinekanäle zu zeigen. Oder es macht schlichtweg keinen Spaß mehr. Nicht selten führt es auch heute noch in den Tod, in den mehr oder weniger selbst gewählten.
Sinn im Unsinn finden
Bei mir haben diese Erfahrungen zu einer Schärfung meiner Lebensaufgabe geführt.
Meiner Ansicht nach gehören alle Menschen – die vermeintlich Guten wie Schlechten – zur Menschheitsfamilie. Wenn jemand „aus dem Ruder“ läuft, gibt es in der Regel Ursachen hierfür, die es zu betrachten wert sind. Jeder Mensch hat Glück und bedingungslose Liebe verdient. Wer diese erhält, wird niemals in der Lage sein, anderen Menschen Schaden zuzufügen. Daher kann die Heilung unserer Welt nur darin bestehen, diesen Blick in jedem von uns wachsen zu lassen. Hierin sehe ich einen Teil meiner Aufgabe. Mein Job als Lebensabschnittsbegleitung meiner Kunden besteht nicht im Urteilen anderer. Sondern in deren Akzeptanz. Wer ernsthaft genesen möchte, ob von Schuld oder Schmerz, wird den passenden Weg für sich finden. Ich stelle mich beiden zur Verfügung. Denn ich habe die Gewalt des Schmerzes, aber auch die Kraft der Erlösung am eigenen Leibe erfahren. Daher betrachte ich meine Klienten nicht mit Filterbrillen, sondern mit der Wahrheit der Gegenwart, dem Blick der göttlichen Liebe und der reinen Neugier als Mensch, der ich letztlich bin. So wie wir alle 🌐.
Es gibt kein höher oder niedriger, besser oder schlechter, sondern nur Bruder oder Schwester. Und nein, ich gehöre keiner Sekte und keiner Kirche an. Dennoch bin ich ein Kind Gottes.
So wie Du ❤️